Stadträtin Kirsten Dinnebier (r.), die Betriebsleiter des DBM, Jürgen Wiegand (2.v.l.) und Holger Armbrüster (2.v.r.) mit Mitarbeitern des DBM vor der neuen elektrischen Kehrmaschine.© Lena-Johanna Schmidt, Stadt Marburg
„Die Stadt Marburg arbeitet schon lange daran, den städtischen Fuhrpark nach und nach elektrisch umzurüsten. So nun auch in der Straßenreinigung mit der neuen elektrischen Kehrmaschine“, sagte Stadträtin und Vorsitzende der Betriebskommission des DBM, Kirsten Dinnebier.
Die neue voll elektrische Kompakt-Kehrmaschine ist die erste ihrer Art im Fuhrpark des Eigenbetriebs. Der DBM hat diese vorerst für zwei Jahre gemietet, um die Maschine zu testen. Dabei werden die Ladezeit und die gefahrenen Kilometer am Ende des Tages entscheidend sein. Laut Hersteller schafft die Batterie eine ganze Schicht – also acht Stunden – ohne zwischengeschaltetes Laden. Dies hat sich auch in der bisherigen Praxis bestätigt. Lediglich besonders widrige Bedingungen wie eine Kombination aus niedrigen Temperaturen und einem erhöhten Kehraufwand – beispielsweise bei Schlamm nach Hochwasser – machen in Ausnahmefällen ein kurzes Zwischenladen erforderlich.
Der DBM setzt auf elektrische Nutzfahrzeuge: Die neue voll elektrische Kompakt-Kehrmaschine ist bereits im Einsatz.© Lena-Johanna Schmidt, Stadt Marburg„Was das Gerät für den Einsatz in der Straßenreinigung – gerade hier in Marburg in der engen Innenstadt – vorteilhaft macht, ist, dass es klein und durch das Design sehr wendig ist. Zudem fährt es komplett emissionslos und ist dabei sehr leise“, sagte Ralf Schmidt, Abteilungsleiter der Straßenreinigung beim DBM. Nur noch die Besen auf dem Pflaster und die Turbine sind zu hören. In der Oberstadt selbst wird das Gerät jedoch nicht eingesetzt, denn dort dürfen aufgrund des empfindlichen Pflasters keine Kehrmaschinen eingesetzt werden. Dort ist die Oberstadtkolonne nach wie vor mit großen Besen und der City-Bee unterwegs.
„Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten elektrischen Alternativen für unsere Nutzfahrzeuge“, sagte DBM Betriebsleiter Jürgen Wiegand. Angesichts der hochtechnisierten Spezialfahrzeuge, die beim DBM im Einsatz sind, ist dies jedoch ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Während zahlreiche Hersteller für die sogenannten „Pritschen“ bereits elektrische Alternativen anbieten, ist der Markt bezüglich großer Kehrmaschinen oder gar Spülfahrzeuge für die Kanalunterhaltung deutlich weniger gut aufgestellt. Dazu kommen zum Teil erhebliche Mehrkosten bei der Anschaffung. Trotzdem geht die Stadt davon aus, kontinuierlich die Emissionen auch des Fuhrparks des DBM senken zu könn
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