„Männerberufe“ sind nichts für Mädchen? Dies wird zum Glück seit vielen Jahren erfolgreich am Girls´ Day in Frage gestellt. Am 3. April schnupperten bei der Universitätsstadt Marburg und dem DBM wieder viele Mädchen in Berufsfelder hinein, in denen Frauen derzeit noch unterrepräsentiert sind. Beim Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg lernte Mira Straßen- und Tiefbau kennen. Den Boys‘ Day beim DBM nutzte Mirza, um sich in der Verwaltung unter die Mitarbeiterinnen zu mischen und Büroalltag zu erleben.
Mira verbrachte den Tag bei den Kollegen im Straßen- und Tiefbau, nach wie vor eine echte „Männerdomäne“ Aber auch das kann sich noch ändern. Denn so schlecht fühlt es sich gar nicht an, in einem Bagger zu sitzen und ein bisschen Baustellenluft zu schnuppern. Aber sie tauchte mit der Abteilung Kanalunterhaltung auch ab in die Kanalisation. Mit einer Kanalkamera verschaffte sie sich einen Einblick in ein verstopftes Rohr. Nachdem selbst das große Saugspülfahrzeug die Blockade nicht lösen konnte. Dennis Kleem erklärte Mira die Technik des Fahrzeugs und gab ihr einen Einblick in seinen Berufsalltag. Mirza bearbeitete in der Zwischenzeit sein eigenes Foto für den Artikel zum Girls‘ und Boys‘ Day und lernte typische Büroarbeiten kennen. Danach standen Fototermine zum Girls‘ Day an.
Am Ende dieses spannenden Tages hat Mira unter anderem eines feststellen können. In den derzeit noch männlich dominierten Berufssparten kommt es durch die fortschreitende Technisierung immer weniger auf reine Muskelkraft an. Interesse an Technik und Geschicklichkeit beim Umgang mit Maschinen und Geräten sind zunehmend gefragt.
Damit ist nicht mehr allein Muskelkraft entscheidend. Auch Mädchen, die das Berufsfeld Straßen- und Tiefbau reizt, haben so eine Chance. Und seit Büroarbeit fast nur noch mit PC und viel spezieller Software erledigt wird, ist sie jetzt doch eigentlich „typisch männlich“, oder?
Übrigens: der DBM ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb, der Straßenbauer*innen ausbildet. Interesse an einem Praktikum? Kein Problem. Meldet Euch bei Bernhard Ivo, (06421) 201-1687 oder Susann Engler, (06421) 201-1796.




