Stadträtin Kirsten Dinnebier (3.v.r.) und Sonja Stender vom DBM (l.) bedanken sich bei den Schüler*innen der Elisabethschule für ihr Engagement im Rahmen des „Sauberhaften Schulwegs“. Mit dabei: Klassenlehrerin Lucie Bouley (5.v.r).© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
„Es ist großartig, dass das Interesse und Engagement für Umweltschutz auch beim nunmehr 28. ‚Sauberhaften Schulweg‘ bei so vielen Schüler*innen ungebrochen ist“, freut sich Stadträtin Kirsten Dinnebier.
Wie jedes Jahr sind zahlreiche Marburger Schüler*innen kurz vor den Sommerferien zum großen Müllsammeln aufgebrochen. In diesem Jahr beteiligten sich sechs Schulen mit mehr als 470 Kindern an der Aktion „Sauberhafter Schulweg“. Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg (DBM) stellte wieder Papierzangen, Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung. Kinder und Jugendliche der Geschwister-Scholl-Schule, der Astrid-Lindgren-Schule, der Erich-Kästner-Schule, der Elisabethschule, der Mosaikschule und der Steinmühle haben sich in diesem Jahr auf den Weg gemacht und sind mit einer Menge gesammeltem Müll zu ihren Schulen zurückgekehrt. Dieser Müll verunstaltet dank dem Einsatz der Schüler*innen nun nicht mehr Wege, Plätze und Grünanlagen und kann auch keine Gefahr mehr für Tiere und Menschen darstellen.
„Vielen Dank für euer Engagement, das so wichtig ist. Unsere Hoffnung ist natürlich, dass es solche Aktionstage nicht mehr benötigt, weil der Abfall immer dort landet, wo er hingehört: und zwar in den Mülleimer“, betonte Dinnebier. Sie besuchte die Elisabethschule und dankte den Schüler*innen stellvertretend für alle teilnehmenden Schulen für ihre Einsatzbereitschaft.
Allein die Schüler*innen der 9d haben mehrere Säcke Müll gesammelt. Dieses Jahr hat die Schule ihren Kreis erweitert und die Schüler*innen sind mit dem Bus zum Bahnhof gefahren, um dort zu sammeln und für mehr Sauberkeit zu sorgen. „Unter dem Müll, den wir gefunden haben, war auch so viel Essbares noch mit dabei. Dabei hat man sich das ja gekauft, um es eben schnell essen zu können. Das finde ich total schade und auch unnötig“, berichtet eine der Schüler*innen.
„Mittlerweile wird der ‚Sauberhafte Schulweg‘ häufig in schuleigene Projekte und Themenwochen integriert. Manche Schulen haben sogar einen Satz eigener Papierzangen, um kontinuierlich Abfallsammel-Aktionen durchzuführen. Das ist ein guter Trend“, findet die Organisatorin beim DBM, Sonja Stender. Denn das Problem der Umweltgefährdung durch sogenanntes „Littering“ (Vermüllung durch achtlos weggeworfene Abfälle) wird so von den Schüler*innen noch viel intensiver wahrgenommen und Umweltschutz zur Selbstverständlichkeit. „Kinder, die regelmäßig Müllsammeln, werden sicherlich eher darüber nachdenken, ob die Verpackung nicht doch im Abfalleimer besser aufgehoben ist, als im Gebüsch“, so Stender. Der DBM kann nicht immer und überall sein und für Sauberkeit sorgen. „Umso mehr freuen wir uns über das wachsende Engagement der Marburger*innen, die hoffentlich immer mehr Menschen zum Mitmachen motivieren“, ergänzte Stender.
Insgesamt sammelten die Schüler*innen der sechs Schulen rund 150 Kilogramm Müll aus der Umgebung. Die Abfälle werden vom DBM einsammelt und fachgerecht entsorgt. Unter den Abfällen finden sich vor allem Zigarettenkippen sowie Verpackungen von Essen, dass sich viele „to-go“ also für unterwegs holen.
Mit den „Sauberhaften Sammelaktionen“ möchte der DBM seinen Teil dazu beitragen, möglichst viele Menschen aller Altersklassen für die eigene Verantwortung in Sachen Stadtsauberkeit zu sensibilisieren. Die Aktionstage sind gleichzeitig Teil Deutschlands größter Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ und wurden von der Hessischen Landesregierung ins Leben gerufen. Partner der Aktion sind die kommunalen Stadtreinigungsbetriebe – in der Universitätsstadt der DBM.
Weitere Infos zur den „Sauberhaften Sammelaktionen“ gibt es auf der Homepage des DBM unter www.dbm-marburg.de oder auf der Kampagnen-Homepage www.sauberhaftes-hessen.de.
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