Wer Holz im Sperrmüll entsorgt, sollte darauf achten, die Holzteile getrennt von dem Restsperrmüll aus anderen Materialien an die Straße zu stellen.© DBM
Für die allermeisten ist das Sortieren und Separieren von Abfällen gelebte Alltagsroutine. So sind Marburger*innen auch beim Sperrmüll seit langem gewohnt, Metall- und Elektrogegenstände getrennt von sonstigen Polster- und Möbelteilen an die Straße zu stellen. Diese getrennte Sammlung ermöglicht es, wertvolle Materialien aus Altgeräten in den Produktionsprozess zurück zu führen. Ganz im Sinne der Wiederverwertung.
Nun sind Entsorgungsunternehmen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ab 2026 dazu verpflichtet, auch Holz als Sperrmüll separat zu erfassen. Die Stadt Marburg hat darauf vorbereitend entschieden, bereits in diesem Jahr mit der getrennten Einsammlung zu beginnen. „Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg nutzt dieses Jahr, um die Entsorgung der neuen Sperrmüllart zu optimieren. Zudem gibt es den Bürger*innen Zeit, sich an die neuen Anforderungen zu gewöhnen. Dadurch sind wir dann gut aufgestellt, wenn im nächsten Jahr die Getrenntsammlung beim Sperrmüll durch die neue Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union bindend wird“, erklärt Stadträtin Kirsten Dinnebier.
Unterschieden wird der sogenannte „Holzsperrmüll“ vom „Restsperrmüll“. Zum Holzsperrmüll zählen Teile, die zu einem überwiegenden Teil aus Holz bestehen wie beispielsweise Regale, Kommoden, Kleiderschränke, Tische und Stühle. Zu beachten ist, dass Balken und Holz aus dem Außenbereich sowie Türen und Zargen nach wie vor nicht zum Sperrmüll gehören. Polstermöbel, Matratzen oder sperriges Kinderspielzeug sind ab sofort Restsperrmüll und sollten daher separat vom Holzsperrmüll bereitgestellt werden.
Wer Holz im Sperrmüll entsorgt, sollte darauf achten, die Holzteile getrennt von dem Restsperrmüll aus anderen Materialien an die Straße zu stellen.© DBMZiel ist, den Holzanteil im Sperrmüll so gut wie möglich zu separieren. Dies senkt Entsorgungskosten und schont letztendlich den Geldbeutel. „Wir setzen dabei auf die tatkräftige Unterstützung der Marburger Bürger*innen, denn eine erfolgreiche, sortenreine Erfassung von Wertstoffen beginnt in den Haushalten“, erläutert DBM-Betriebsleiter Jürgen Wiegand.
Bereits seit Januar erhalten Bürger*innen beim Vereinbaren eines Termins Auskunft über die neuen Regelungen. Auch die Abfallbroschüre der Stadt Marburg ist dahingehend aktualisiert. Sie findet sich auf der Homepage der Stadt unter www.marburg.de/abfall.
Weitere Informationen dazu gibt es im Abfallservicebüro unter der 06421 205-850.
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