Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (2.v.r.) und Stadträtin Kirsten Dinnebier (l.) präsentieren einen der neu angebrachten Pfandringe gemeinsam mit Holger Armbrüster, Betriebsleiter des DBM, und Richard Engeland, stellvertretender Leiter der Abteilung Straßenreinigung des DBM.© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
„Die Universitätsstadt Marburg lebt von ihrer Vielfalt – und vom Miteinander. Dazu gehört auch der respektvolle Umgang mit dem öffentlichen Raum, den wir alle uns teilen. Wenn Müll achtlos weggeworfen wird, leidet das Stadtbild. Mit den neuen Pfandringen schaffen wir eine einfache Möglichkeit, Rücksicht zu nehmen: Wer die Pfandflaschen selbst nicht braucht, stellt sie in den Ring – und wer darauf angewiesen ist, kann sie einfach mitnehmen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Es ist eine kleine Geste, die Sauberkeit, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung verbindet.“
Die Universitätsstadt Marburg startet ein Pilotprojekt mit sogenannten Pfandringen. Diese werden an den Seiten von mehreren Mülleimern im Stadtgebiet angebracht. In den Pfandringen können leere Flaschen und Dosen gut erreichbar für Pfandsammler*innen abgestellt werden.© Stefanie Ingwersen, Stadt MarburgStadträtin Kirsten Dinnebier führte dies weiter aus: „Die Pfandringe sind keine große Investition – aber können ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft und die Umwelt sein. Sie helfen, achtlos weggeworfene Flaschen von unseren Wiesen und Wegen fernzuhalten und machen das Einsammeln von Pfandflaschen würdevoller. Es ist schon ein schlechtes Zeichen, dass Menschen in unserer Gesellschaft überhaupt darauf angewiesen sind, Pfandflaschen zu sammeln. Aber es sollte wirklich niemand im Müll wühlen müssen, um an ein paar Cent zu kommen.“
OB Spies und Stadträtin Dinnebier haben ein Modell der Pfandringe an der Pferdetränke am Steinweg vorgestellt. Die Universitätsstadt testet zwei Pfandringmodelle mit jeweils drei Exemplaren. Die Kosten für die Anschaffung liegen bei insgesamt 1108 Euro. Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg (DBM) wird an sechs Standorten jeweils einen der sogenannten Pfandringe an einem Abfalleimer anbringen.
Bis Mitte September sind die Pfandringe an folgenden Orten zu finden
- Christa-Czempiel-Platz
- Fischtreppe (Afföllerwiese gegenüber Wehrdaer Weg)
- Luisa-Heuser-Brücke
- Trojedamm bei einer Bank
- Steinweg (Pferdetränke)
- Bouleplatz an der Jahnstraße
Die Pfandringe bieten eine gute Möglichkeit, leere Flaschen und Getränkedosen gut erreichbar und sichtbar für Pfandsammler*innen abzustellen. Wer immer schon leere Getränkebehältnisse für Sammler*innen neben die Abfallgefäße gestellt hat (nach dem Motto „Pfand gehört daneben“) hat nun einen guten Platz für die Dosen und Flaschen.
Die Universitätsstadt Marburg startet ein Pilotprojekt mit sogenannten Pfandringen. Diese werden an den Seiten von mehreren Mülleimern im Stadtgebiet angebracht. In den Pfandringen können leere Flaschen und Dosen gut erreichbar für Pfandsammler*innen abgestellt werden.© Stefanie Ingwersen, Stadt MarburgDie Stadt Marburg appelliert an die Bürger*innen, darauf zu achten, nur Dosen und Flaschen mit Pfand in den Ringen abzustellen. „Wir bitten darum, die Pfandringe nicht als Ersatz für den Gang zum Glascontainer zu nutzen. Dies würde den eigentlichen Zweck der Pfandringe zunichtemachen und zu einem erheblichen Mehraufwand sowie Problemen bei der Entsorgung führen“, betonte Dinnebier. Ebenso unerwünscht sind Pappbecher und andere Abfälle – sie gehören in den Abfalleimer, nicht daneben. „Wer die Pfandringe richtig nutzt, hilft mit, dass die Idee funktioniert und allen etwas bringt“, so Dinnebier.
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